Im Oktober 2002 fand in Belgrad ein Workshop über Elektionen statt, der mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Dabei erklärte Frawley seinem Publikum auf einfache und verständliche Art, wie man einen Termin wählt, welche „Kleinigkeiten“ man dabei nicht aus dem Auge verlieren darf und wie man ein Horoskop „stärken“ kann, um auch in schwierigen Zeiten einen möglichst guten Augenblick zu wählen.
John Frawley ist einer der führenden Vertreter der klassischen Stundenastrologie. Er unterrichtet und gibt Vorträge auf der ganzen Welt. Er hat mehrere Büchergeschriben und gibt die Zeitschrift Astrologer's Apprentice heraus.
Wir sprechen heute über Elektionsastrologie. Das ist die Kunst, den besten Moment auszuwählen, um zu handeln. Dabei kann es um jede Art von Handlung gehen: von sehr großen Dingen oder Sachen, die sehr wichtig für uns zu sein scheinen - wie zum Beispiel ein Geschäft zu gründen oder zu heiraten -, bis hin zu Dingen, die vielleicht nicht so wichtig erscheinen, wie die Haare zu schneiden oder ein Bad zu nehmen. Die Idee der Elektionsastrologie - nämlich den Moment des Handelns auszuwählen - ist sehr verführerisch. Denn, natürlich, wir alle denken: "Ich kann den Moment auswählen! Also kann ich tun, was ich will!" Wenn ich den richtigen Moment wähle, um Julia Roberts anzurufen, und sage: „Geh mit mir aus“, dann wird sie „Ja!“ sagen. Wenn ich den richtigen Moment wähle, um mir ein Lotterielos zu kaufen, dann werde ich die Lotterie jede Woche gewinnen. Und die große Enttäuschung der Elektionsastrologie lautet: „Tut mir Leid, das kannst du nicht!“ Eine der Regeln der Elektionsastrologie, die zutiefst enttäuschend, aber nichtsdestotrotz wahr ist, lautet: Du kannst nichts erreichen, was in Deinem Geburtshoroskop nicht schon als Potential angelegt ist.
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