Die Autorin betrachtet die zwölf Lebenskräfte in ihrer ganzen Tiefe. Sie zeigt die inneren Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Themenbereichen auf und erklärt anschaulich die jeweiligen Elemente und ihre zentrale Bedeutung für das menschliche Leben. Erfahren Sie, wie die Kräfte der Tierkreiszeichen konkret auf Körper, Seele und Geist wirken und wie Sie diese Kräfte bewusst aktivieren und für Ihr persönliches Wachstum nutzen können. Wer es sich mit den zwölf Naturkräften verbindet, gelangt zu mehr Harmonie, Klarheit und innerem Gleichgewicht. So wird der Tierkreis zum Sinnbild eines Lebens im Einklang mit dem natürlichen und zeitlosen Rhythmus des Seins.
Der Tierkreis als Kompass
Wenn Sie eine Wanderung unternehmen, achten Sie auf Jahres-zeit, Wetter und Uhrzeit. Im Sommer brauchen Sie luftige Klei-dung und einen Sonnenschutz für den Kopf. Bei schlechtem Wetter ist es sinnvoll, eine Regenjacke einzupacken. Und im Winter wird es morgens später hell und abends früher dunkel. Schon unsere Vorfahren erkannten den Vorteil, den die Him-melsbeobachtung und das damit verbundene Wissen um die Jahreszeiten mit sich brachte. Frühling, Sommer, Herbst und Winter wiederholen sich in dieser Reihenfolge. Daher stammt der Begriff des Jahreskreises. Damals wie heute sind die Tag-undnachtgleichen sowie die Sonnenwenden markante Punkte im Jahreslauf.
Im März zur Tagundnachtgleiche tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Widder ein, im Herbst in Waage. Zur Sonnenwende im Juni beginnt mit dem Eintritt der Sonne in Krebs der Som-mer, im Dezember mit ihrem Wechsel in Steinbock der Winter. Zeichnen wir die vier Punkte auf einem Kreis ein und verbinden sie miteinander, erhalten wir ein Kreuz im Kreis. Das Symbol ist als Medizinrad der amerikanischen Ureinwohner bekannt. Es deutet auf die vier Himmelsrichtungen hin, die den Raum in Ost, West, Nord und Süd gliedern. Auf dem Zifferblatt der Uhr dienen die vier Punkte der groben Zeitangabe. Mit ihrer Hilfe orien-tieren wir uns in der Welt. Im Horoskop beschreibt die horizontale Achse des Kreuzes unser Beziehungs- und Begegnungsver-halten. Die vertikale Achse symbolisiert unsere Entwicklung von der Kindheit zum Erwachsenenalter bzw. den Weg der Reife von einer kindlichen zu einer erwachsenen Haltung.
Jede Jahreszeit ist mit charakteristischen Erfahrungen verbunden. Die Sonne »durchläuft« während eines Jahres insgesamt zwölf Tierkreiszeichen, die wir uns wie ein breites, ringförmiges Band mit zwölf Ansichten vorstellen können. Jeden Monat fällt das Sonnenlicht auf ein anderes dieser Bilder. Nach und nach stellten die Menschen Bezüge zwischen dem Stand der Sonne in den Tierkreiszeichen und den damit verbundenen Naturerlebnissen im jeweiligen Zeitraum her. Mit Sonne in Widder starten wir in den Frühling. Die Sonne setzt sich durch, es wird heller und wärmer. Die Natur erwacht zu neuem Leben. So werden mit dem Zeichen Widder bis heute Durchsetzungskraft und Neuanfang verknüpft. Der entscheidende Unterschied zwischen einem Tierkreiszeichen und einem Sternbild besteht darin, dass Tierkreiszeichen mit menschlicher Erfahrung angereichert sind. Sie besitzen symbolischen Charakter. Deshalb arbeitet ein Astrologe aber mit Tierkreiszeichen und nicht mit Sternbildern.
Zugegeben: Der Begriff Tierkreiszeichen irritiert, denn nicht jedes der Zeichen wird durch ein Tier repräsentiert. Entscheidend ist, dass der Tierkreis einen Lebens- und Zeitzyklus, einen Erfahrungs- und Wandlungszyklus beschreibt. Wer um ihn weiß, kann sich an ihm wie an einem Kompass orientieren. Wem es glückt, sich mit den zwölf Naturkräften zu verbinden, lebt im Einklang mit dem natürlichen und ewigen Rhythmus des Lebens, dessen Sinnbild der Tierkreis ist.
Innere und äußere Ordnung
Im Kreis offenbart sich eine weitere Besonderheit der Natur: die Verbundenheit. Ein Kreis hat keinen Anfang und kein Ende. Alles geht ineinander über, ist miteinander verbunden. Das alte Symbol des Urobos, der Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt, veranschaulicht diesen wiederkehrenden Prozess. Unsere Ahnen übernahmen die Kreisform und integrierten sie in ihr Leben: Sie saßen im Kreis um das Feuer, ordneten ihre Zelte und Häuser im Kreis an. Noch heute sehen wir in vielen Städten ringförmige Strukturen und Stadtmauern. Nicht zu ver-gessen: Bezogen auf andere Menschen sprechen wir vom Fami-lien- und vom Freundeskreis. Doch der Kreis ist nicht alles. Zeichnen wir die vier Jahreszeiten oder Himmelsrichtungen auf dem Kreis ein und verbinden sie miteinander, erhalten wir in der Innenfläche eine Raute oder ein Kreuz. Zeichnen wir die zwölf Monate als Punkte ein und verbinden alle untereinander, füllt ein dichtes, komplexes Geflecht den Innenbereich aus.
Wir sehen einen in sich geschlossenen Kreis, eine Art Netzwerk vor uns. Während sich im Kreis alles in einer bestimmten Reihenfolge vollzieht, birgt jeder Knotenpunkt des Geflechts die Chance bzw. Möglichkeit eines Richtungswechsels in sich. Wie beim Schmetterlingseffekt ziehen kleinste Veränderungen unabsehbare Folgen nach sich. Dieser Unberechenbarkeit verdankt die Chaostheorie ihren Namen. Mythen aus aller Welt zufolge existierte zuerst das Ur-Chaos. Aus diesem chaotischen Zustand heraus entwickelte sich die Schöpfung. Die Natur hat diesem Tohuwabohu, dieser Verwir-rung etwas entgegenzusetzen. Erstaunlich ist, dass nicht nur in der Natur, sondern auch in den Sytemen der Chaos-Theorie Ordnungsmuster sichtbar werden. Anziehungspunkte/-bahnen, als »Attraktoren« bezeichnet, sorgen für geordnete Verhältnisse.1 Im Chaos, wo noch alles offen und möglich ist, stellt eine Kraft, eine Anziehungs- oder Assoziationskraft, Ordnung her. Das griechische Wort für Ordnung heißt kόsmos.
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